Verein Frankfurter
Stiftungskrankenhäuser e.V.
Die Stifter
Dr. Johann Theobald Christ
- Geboren am 25. Mai 1777, gestorben am 11. August 1841.
- Sohn des Kantors der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main.
- Studium in Marburg, zunächst Jura, später Medizin.
- 1802 als Arzt in Frankfurt am Main zugelassen.
- War ein vielbeschäftigter Arzt und einer der am meisten gefragten Geburtshelfer.
- Besaß große Beliebtheit und hohe Reputation.
- Gab sein Wissen in theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten an Hebammen weiter.
- Bestimmte seinen Nachlass zum Bau
- eines „für sich bestehenden Hospitals“,
- das ausgelegt ist für „arme und kranke Kinder zwischen 4 und 12 Jahren“,
- dem, soweit möglich, „eine Entbindungsanstalt für arme im hiesigen Bürger- und Heimathrechte stehende Frauenspersonen“ angeschlossen sein soll.
- 1845 Eröffnung des Dr. Christ’schen Kinderhospitals auf dem heutigen Gelände des Clementine Kinderhospitals.
Louise von Rothschild
- Geboren 1820, gestorben 1894.
- Tochter von Nathan Mayer Rothschild, Vertreter des englischen Zweigs der Familie Rothschild.
- Heiratete 1842, entsprechend der Familientradition, ihren Cousin Mayer Carl von Rothschild.
- Lebte mit ihrem Mann in Frankfurt am Main und dort im Rothschild-Palais, heute Sitz des Jüdischen Museums.
- Stiftete und unterstützte eine Fülle von Einrichtungen in Frankfurt, vom Stadtbad Mitte bis zu einem Lazarett für verwundete Soldaten des deutsch-französischen Krieges.
- Stiftete zum Andenken an ihre Tochter Clementine das Clementine Mädchenhospital.
(Clementine starb 1865 nach langer Krankheit im Alter von 20 Jahren. War literarisch begabt und besaß fundiertes religiöses Wissen. Begabung und Wissen dokumentieren ihre Schrift „Briefe an eine christliche Freundin über die Grundwahrheiten des Judentums“, 1867 durch ihren Lehrer Dr. Leopold Stein herausgegeben.) - Das Mädchenhospital sollte
- kranken Mädchen
- kostenlose medizinische Versorgung bieten und das
- „ohne Unterschied der Religion, des Standes und der Ortsangehörigkeit“.
- 1875 Eröffnung des finanziell reich ausgestatteten Clementine Mädchenhospitals auf einem 10.000 qm großen Gelände am Bornheimer Landwehrweg.
Johann Christian Senckenberg
- Geboren am 28. Februar 1707, gestorben am 15. November 1772.
- Sohn des Frankfurter Stadtarztes Johann Hartmann Senckenberg.
- Anatomische und chirurgische Studien bei den Frankfurter Stadtärzten Büttner und Grambs, Unterweisungen in praktischer Heilkunde durch seinen Vater.
- Studium der Medizin in Halle, das Senckenberg, verstrickt in theologische Auseinandersetzungen, 1731 abbrechen musste.
- 1732 Rückkehr nach Frankfurt am Main, praktizierte, von der Stadt stillschweigend geduldet, ohne Doktordiplom als Arzt.
- 1731 in Göttingen zum Doktor der Medizin promoviert.
- 1737 als Arzt in Frankfurt am Main zugelassen.
- 1748 Ernennung zum Hofrat und Leibarzt des Landgrafen Wilhelm VIII von Hessen-Kassel.
- 1755 Ernennung zum Physicus ordinarius für das Gesundheitswesen der Stadt Frankfurt am Main.
- 1763 Unterzeichnung des „Haupt-Stiftungsbriefs“ der „Dr. Senckenbergischen Stiftung“, mit dem Senckenberg sein Vermögen der Stadt Frankfurt am Main vermacht zur „besseren Gesundheits-Pflege hiesiger Einwohner, und Versorgung der armen Kranken“.
- 1765 Erweiterung der „Dr. Senckenbergischen Stiftung“ um ein Hospital für bedürftige Frankfurter Bürger und Beisassen“ (Einwohner ohne Bürgerrecht).
- 1779 Eröffnung des Bürgerhospitals in der Gasse „Hinter den Schlimmen Mauern“, heute Stiftstraße 30.

